Winterhilfe in Jordanien

Den Ärmsten ein warmes Zuhause bieten

Reisebericht aus Amman

Im Dezember war ich für eine Woche in Amman um Projekte zu besichtigen. Ich nehme euch mit auf eine Tour durch die Stadt. Wir starten früh morgens und fahren in die Außenbezirke. Dort, am Rand der Stadt leben die, die am Rand der Gesellschaft stehen. Wir sitzen bei einer Familie in einem notdürftig zusammengeflickten Zelt. Es ist bitterkalt, der Wind pfeift durch alle Ritzen. Vor dem Zelt steht ein verwahrloster Hund und bellt unablässig. In einem Gatter kauen zwei Ziegen an Gestrüpp.

Immer wieder kommen Kinder und ein Jugendlicher vorbei und schauen, was für ein Besuch gekommen ist. Das Wasser ist knapp und reicht nicht mehr für die Körperhygiene. Ein uralter Kühlschrank wird uns gezeigt. Er ist leer. Mit Abfallholz wird nun ein Feuer entzündet, Tee gereicht. Dicker Qualm zieht durch das Zelt. Erwartungsvolle Blicke richten sich auf uns. Könnt ihr etwas für uns tun?

Wir helfen 600 Familien durch den Winter

World Relief Deutschland bietet in einem aktuellen Projekt 600 Familien Winterhilfe an,  damit sie mit dem notwendigsten versorgt werden und den Winter überleben können. Mit unseren Teams besuchen wir Familien, registrieren die Namen und überprüfen vor Ort die Bedürfnisse. Später bekommen die Familien praktische Hilfe für Unterkunft, Nahrungsmittel, Kleidung, Heizmittel. Und natürlich Beratung und Begleitung durch unsere Teams vor Ort. Damit in diesen Familien Hoffnung entsteht, damit ein Licht in der Weihnachtszeit bis in eine Notunterkunft in Amman scheint.

Schule für Flüchtlingskinder in Mafraq

Szenenwechsel. Am nächsten Tag fahre ich nach Mafraq. Die Stadt liegt unmittelbar vor der Grenze nach Syrien. Die Gegend ist trocken und gleicht einer Staubwüste. Im Sommer wird es über 40 Grad heiß, im Winter kann es schneien.  An ihrem Rand liegt eines der größten Flüchtlingslager der Welt mit rund 100 000 Flüchtlingen, Zaatari. Das Lager ist quasi die viertgrößte Stadt Jordaniens geworden. Viele Erwachsene und Kinder sind traumatisiert. 40 % aller Kinder gehen nicht zu Schule.

Mit guter Bildung den Kindern eine Zukunft geben

In Marfraq haben wir deshalb ein kleines Lernzentrum mit Schulklassen eingerichtet, kindgerechte Lernhefte wurden gedruckt. Mehr als 300 Kinder sind nun in unseren Klassen und lernen lesen und schreiben. Sie entdecken: ich kann etwas, ich habe eine Aufgabe, ich werde weiterkommen. Aber der Kurs zieht auch weitere Kreise. Die Eltern werden eingebunden, auch sie erfahren Lernhilfe, denn viele sind Analphabeten. So werden die Kinder zum Motor der Entwicklung für eine bessere Zukunft.

Werde Unterstützer…

Unser Projekt in Mafraq steht auf wackligen Beinen, denn die Finanzierung ist nicht gesichert. Wir wollen den Kindern und ihren Familien auch 2019 eine Perspektive geben. Jeder kann mithelfen und spenden. So wirst du zum Unterstützer – in Berlin, Frankfurt, Hamburg und anderswo…