Am Samstag fand in Tübingen die jährliche Mitgliederversammlung der DJG statt (Deutsch Jemenitische Gesellschaft). Unser Vorstand Programme, Stephan Krämer, war dort und konnte in einem Programmpunkt über die humanitäre Arbeit im Land und unsere Projekte berichten, die u.a. auch mit durch die DJG gesammelten Spenden ermöglicht wurde. In Beiträgen und Gesprächen in den Pausen wurde […]

Auch Cholera war Thema einer Session der Konferenz letzte Woche (Emergency Environmental Health Forum) sowie während des Global WASH Cluster Treffens. Denn Cholera-Bekämpfung ist nicht nur eine Frage der medizinischen Behandlung, sondern vor allem der Eindämmung der Ausbreitung. Hier sind ist WASH gefragt: sauberes Trinkwasser, sichere Sanitärversorgung (und Entsorgung der Abfälle, versteht sich…) und bessere Hygiene.

Und so engagiert sich World Relief Deutschland z.B. im Jemen, wo wir zum einen Kliniken und Gesundheitsstationen mit Medizinprodukte zur Cholerabehandlung versorgt haben und zum anderen WASH Aktivitäten durchführen, damit die Epidemie gestoppt werden kann. Denn noch immer sind etwa 140 der 333 Distrikte des Jemens betroffen (zu Höchstzeiten waren 305 betroffen!). Hinzu kam in diesem Jahr ein Diphtherie-Ausbruch, wo es bereits an die 1.400 Erkrankungen gab (Verdachtsfälle laut WHO berichten).

Hallo Ihr Lieben, mittlerweile sind die Hilfsgüter in Dschibuti angekommen und wurden bereits weiter verladen. Christine von humedica und Nate von World Relief Deutschland haben den Hilfsgütertransport begleitet. Wir halten euch auf dem Laufenden. Danke für jede Form der Unterstützung und Danke an humedica für die starke Partnerschaft! (Fotos: © WRD und Christine Straub)

Humedica schickt diese Menge an Medikamenten, Rehydriersalzen, Infusionslösungen etc. in den Jemen, als Welt-Nachbarn bringen wir die Sachen ins Land und organisieren die Verteilung. Wir freuen uns über diese Zusammenarbeit und dass dadurch noch mehr Choleraopfern geholfen werden kann. Die Paletten sind gepackt, Montag geht’s los und über einen Zwischenstopp so bald wie möglich ins Land! Mit Ihren Spenden ermöglichen Sie uns diese und weitere Lieferungen zu den Betroffenen zu bringen. Vielen Dank!

Jemen: Diese Woche konnten u.a. im Ibb Wasserfilter verteilen. Und da ich mich schon in meiner Diplomarbeit mit Haushalts-Wasserfiltern im Jemen beschäftigt habe, kann ich es natürlich nicht lassen auch zu dem Modell noch etwas zu schreiben – also mit lieben Grüßen von Welt-Nachbar Stephan Krämer:
Es sind Tontöpfe, die in einer (von der GIZ mit aufgebauten Töpferei) in Sana’a hergestellt werden.
Wir freuen uns, dass diese trotz Krieg bisher weiter produziert werden können. Die Poren im Ton sind so fein, dass Keime mit Kleinstteilen aus dem Wasser gefiltert werden; eine Imprägnierung mit Silber sorgt für zusätzliches Reinigung. Das saubere Wasser wird in einem Eimer aufgefangen und kann durch den Hahn entnommen und direkt konsumiert werden.

Cholera Jemen: Bereits über 260.000 Fälle; täglich über 6.000 Neuerkrankungen!
Ihre Weltnachbarschaftliche Spende ermöglicht es uns mehr Menschen zu helfen mit Medikamentenlieferung und mit der präventiven Arbeit zur Eindämmung der Epidemie: Wasserlieferungen, Hygieneschulungen, Verteilung von Wasserfiltern, Bau von Toiletten und Wasserspeichern. Oben sehen Sie einige aktuelle Bilder.

Im 16. Jahrhundert war der Jemen das einzige Land, das Kaffee exportierte – und die Hafenstadt Mokka am Roten Meer gab dem Mokka Kaffee seinen Namen.
Heute benötigen 80% der 25 Millionen Einwohner humanitäre Hilfe. Wir bleiben als World Relief Deutschland vor Ort. Unterstützen Sie unsere Arbeit und geben Sie dem Land etwas zurück, dem Sie Ihren Morgenkaffee verdanken!