Kirche in Aktion

Was braucht der Leib Christi, damit er die Integration der Geflüchteten (aber auch anderer Menschen mit Migrationsgeschichte) nachhaltig begleiten kann? Wir haben verschiedene Punkte zusammen getragen, die es im Auge zu behalten gilt, damit Integration langfristig gelingen kann.

Integration begleiten

Die persönliche Haltung

Die persönliche Haltung:

Wir brauchen Sicherheit, das Wissen um unsere Geborgenheit bei Gott und um sein Vaterherz. Daraus erwächst die Liebe zum Nächsten, die Bereitschaft sich einzulassen und der Mut zur Veränderung, die mit einer interkulturellen Öffnung einhergeht. Auf dem Weg dahin müssen wir auch einen sicheren Ort schaffen, in dem Ängste und Befindlichkeiten benannt werden dürfen, damit wir möglichst viele mit auf den Weg nehmen.

Hintergründe verstehen

Hintergründe verstehen

Helfen ohne ein paar Hintergründe und Fakten zu verstehen, kann kontraproduktiv sein. Hier eine kleine Themensammlung:

  • Die theologische Sicht: Ein Blick in die Bibel informiert uns über Gottes Haltung gegenüber Geflüchteten,
  • Der gesellschaftliche Gesamtkontext: Geschichte, Akteure
  • Flucht verstehen: Gründe, Wege, Geschichten
  • Integration verstehen: Dauer, Art, Wer?, Wie?, Prozesse, Schritte, Ziel
  • Interkulturelle Kompetenz: Islam verstehen, Volksgruppen verstehen, Vom Umgang mit der Andersartigkeit
  • Der Mensch im Ausnahmezustand: Stress und Trauer, Trauma und Co-Traumatisierung verstehen und begleiten
  • Meine eigene Motivation: Nächstenliebe, Mission („helfen, um zu?“), Bestätigung, Nützlich sein

Ressourcen-Check

Ressourcen-check

Bevor es los geht braucht es einen ehrlichen Ressourcencheck in der Gemeinde. Was können wir besonders gut? Welche Programme laufen prima? Wie sieht es mit Gaben, Geld, Menschen mit Zeit aus? Achtung: die Arbeit sollte nicht auf Kosten bestehender Projekte gehen! Welche Senioren/Männer/Frauen/Familien lassen sich z.B. als Übersetzer, Lehrer, Berater, Paten und Freunde rekrutieren? Welche Gemeindegruppen (z.B. Hauskreise, Chor/Anbetungsteam, Sport-, Jugend-, Kinder-, Bastel- oder Handarbeitsgruppen) sind offen für ein gemeinsames Projekt?

Vernetzen & Bedarfs-Check

Vernetzen & Bedarfs-check

Alleine sind unsere Angebote oft wie ein Tropfen auf den heißen Stein, aber gebündelt können wir etwas bewegen.

Schauen Sie sich nach anderen Akteuren in Ihrem Umfeld um: Andere Gemeinden, deutsche und internationale (die haben jetzt vermehrt Zulauf und können oft Unterstützung brauchen), Aktionsbündnisse, Vereine, Bürgerinitiativen, städtische Koordinatoren, Betreiber von Unterkünften…

Finden Sie heraus, welchen Bedarf es in Ihrem Umfeld wirklich gibt. Wen legt Gott Ihnen ans Herz? Welchen Nöten können Sie mit Ihrer Gemeinde begegnen? Wem können Sie ein guter Nachbar, Freund, Begleiter werden? Das können natürlich auch Menschen außerhalb der Gemeinde sein, mit denen Sie z.B. Seite an Seite in einer Kleiderkammer arbeiten.

Konkrete Angebote

Konkrete Angebote

Entwickeln Sie aus der Schnittmenge der Ressourcen Ihrer Gemeinde und den Bedarfen in Ihrem Umfeld Ihr konkretes Angebot. Das kann ein eigenes Gemeindeprojekt sein oder verbindliche Kooperationen mit anderen. Auch wenn Ihre Mitarbeiter verschiedene Projekte unterstützen, ist es hilfreich sich zu Grüppchen zusammen zu tun und sich hin und wieder als ganzes Team zu treffen, um Erfahrungen auszutauschen, einander zu ermutigen und füreinander und die Menschen denen Sie begegnet sind zu beten.

Zur Inspiration: Ideenliste für Projekte

Mitarbeiter Begleiten

Mitarbeiter Begleiten

In der Arbeit mit Menschen gibt es auch immer wieder Konflikte, Missverständnisse und Frust. Deshalb müssen wir in solchen Teams besonders gut aufeinander achten. Es braucht die Reflektion und Auswertung von Begegnungen, die Begleitung bei Konflikten und Offenheit für Fehler. Ehrenamtliche müssen ihre persönlichen und fachlichen Grenzen kennen, weiter verweisen können, wenn sie an ihre Grenzen kommen und sich um ihre eigene Psychohygiene kümmern, damit sie einen langen Atem haben.

Wo stehen Sie?

Wenn Sie sich die unterschiedlichen Bereiche anschauen, was fällt Ihnen dazu ein? Wo haben Sie schon Erfahrung? Wo sehen Sie Handlungsbedarf? Wer kann Ihnen helfen? Womit wollen Sie beginnen?

Hier finden Sie Coachingfragen, die Sie mit ihrem Team beantworten können.