nothilfe im Irak

Gemeinsam mit unserem Partner Mission East führt World Relief seit 2014 Projekte für Flüchtlinge im Nordirak durch, die aus Syrien und anderen Teilen des Iraks fliehen mussten. Nachdem der Fokus zunächst auf Winterhilfen lag, sind nun andere Komponenten hinzugekommen, u.a. haben wir das bereits in Jordanien erfolgreich implementierte Projekt für Flüchtlingskinder und ihre Mütter auch im Nordirak gestartet.

 

 

unsere programme

Unser Projekt zielte darauf ab, die grundlegenden Bedürfnisse gefährdeter vertriebener Familien, vor allem die der Frauen und Kinder, zu stillen. Es sollen Räume geschaffen werden, die ein Gefühl der Normalität erzeugen, in denen die Wunden der Vergangenheit heilen können und die Menschen sich an ihr Leben in der Vertreibung anpassen können. Um die unmittelbaren Nöte zu stillen, wurden Bargeld und Hilfsgüter verteilt. WRD mobilisierte dabei die Verteilung an versteckte Gemeinschaften, die beispielsweise in schwer erreichbaren und unterversorgten Gegenden und außerhalb offizieller Flüchtlingslager leben, wo sie deshalb von anderen Hilfsorganisationen übergangen wurden und besonders anfällig sind.

Im Juni 2016 konnte das irakische Militär Fallujah von der Kontrolle des islamischen Staates befreien. Dabei wurden jedoch 85.000 Zivilisten vertrieben, die unter IS-Besatzung gefangen waren. Sie wurden in die Wüste verdrängt, ohne Zugang zu Nahrung, Wasser, Toiletten, Unterschlupf und was zum Überleben sonst notwendig ist. In Berichten wurde die Unfähigkeit der Hilfsorganisationen, diesen bedürftigen irakischen Familien zu helfen, scharf kritisiert. Wegen der hohen Unsicherheit in den Gebieten nahe der Front und dem Mangel an Hilfsgeldern konnten die meisten Hilfsorganisationen keinen verlässlichen Zugang zu Ressourcen für diese Familien sichern. World Relief stellte einem lokalen Partner, „Preemptive Love Coalition”, der Zugang zur Front hatte, Mittel zur Verfügung, um diesen Familien Nahrung, Wasser und Unterschlupf zukommen zu lassen. Durch die Preemptive Love Coalition konnte WRD lebensrettende Nahrungs- und Wasserlieferungen für 500 Familien zur Verfügung stellen, sowie Notfallrationen für 1.000 verzweifelte Familien in Gemeinschaften, die unter der IS-Besatzung gelitten hatten. Insgesamt 6.912 Menschen erhielten Nothilfe von WRD.